In den letzten Wochen waren die Medien voll von Berichten über den Ball der Burschenschafter in der Wiener Hofburg. Das löst bei einigen von uns natürlich die Frage aus: „Wir befinden uns mitten in einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen überhaupt, muss es mich kümmern, was ein paar kostümierte Clowns mit ihren rechtsradikalen Buberln treiben?“

Wir von der Sozialistischen Jungen Generation meinen: Ja! Denn Strache und Co. sägen seit Jahren an den Grundfesten, die unserer demokratischen Gemeinschaft Halt und Schutz geben. Jedes Mal, wenn der FPÖ-Obmann oder seine Schergen gegen eine Gruppe von Menschen hintreten, die eigentlich unsere Unterstützung bräuchten, jedes Mal, wenn FPÖ-Funktionäre mit Schauermärchen den Menschen Angst machen, schlagen sie Stücke aus diesen Grundfesten heraus und es gibt bereits ein Musterbeispiel, wie diese Hetz-Politik enden könnte. Denn das Ende der Demokratie in Mitteleuropa wurde in den Dreißiger Jahren ebenfalls von einer Wirtschaftskrise eingeläutet.

Dass sich die Geschichte wiederholt, können wir nur gemeinsam verhindern. Indem wir uns schützend vor alle stellen, die unsere Hilfe brauchen. Ob das jetzt der Nachbar ist, der in der Krise seine Arbeit verloren hat, die alleinerziehende junge Mutter, die von dem Handelskonzern, für den sie arbeitet, unterbezahlt wird oder der Jugendliche, der vor den schrecklichen Zuständen in seiner Heimat zu uns geflohen ist: gelebte Solidarität bedeutet, dass wir diesen Menschen beistehen.
Widerstand gegen Rechtsextremismus bedeutet aber auch, unsere demokratische Gemeinschaft nicht als gegeben hinzunehmen: Wir können nämlich nur erhalten, was wir täglich pflegen. Daher unsere Bitte an Sie: Wenn Sie das nächste Mal unterwegs sind, zum Beispiel im Gasthaus, und jemand schreit mal wieder nach einem starken Mann: Drehen Sie sich nicht weg. Nehmen Sie sich die Zeit, ihm zu erklären, wohin sogenannte starke Männer führen. Das sind wir den Millionen Opfern des Faschismus, zu denen auch viele unserer sozialdemokratischen Vorgängerinnen und Vorgänger zählen, schuldig!

Categories: Ankündigung

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