Gedanken zur Arbeiterkammer-Wahl

Die SJG Kärnten hat sich aufgrund der bevorstehenden Arbeiterkammer-Wahl die Podiumsdiskussion vom 13.02.2019 und die Radio Kärnten Streitkultur vom 25.02.2019 angesehen und ist durch einige Aussagen von Christian Strugger (ÖAAB) und Manfred Mischelin (FA) mehr als empört.

Manfred Mischelin hat als Vorsitzender der Freiheitlichen ArbeitnehmerInnen Kärnten schon mehrmals auf sich aufmerksam gemacht, wie z.B. bei der Vollversammlung am 05.06.2018. Da tätigte er folgende Aussage: „Es hat keinen Sinn der Regierung vorzuwerfen wie rücksichtslos und unfair sie vorgeht“. Wie sollen wir diese Aussage verstehen? Soll die Arbeiterkammer die Regierung einfach machen lassen und dabei seelenruhig zusehen wie unser Sozialstaat Schritt für Schritt zerstört wird?
Zum Thema 12 Stunden Tag hat Herr Mischelin auch seine eigene Meinung: „Es gibt keinen 12 Stunden Tag und es gibt keine 60 Stunden Woche. Das ist ja wohl Fakt“. Weiters behauptet er in der Radio Kärnten Streitkultur, dass er noch nie von Ungereimtheiten zum Thema 12 Stunden Tag gehört hat. Nach diesen Aussagen lässt sich darauf schließen, dass Manfred Mischelin es wohl nicht für nötig empfindet, eine Zeitung zu lesen oder sich andersartig über die Reaktionen zu diesem Thema zu informieren, denn sonst hätte er den Fall von einer Hilfsköchin aus Wien mitbekommen (siehe Zeitungsartikel).

Ein weiterer Kandidat, welcher mit seinen Aussagen in der Radio Kärnten Streitkultur für Aufsehen gesorgt hat, ist Christian Strugger, Vorsitzender des ÖAAB. Er möchte, laut eigener Aussage, die Arbeiterkammer bunter gestalten und eine Brücke zwischen Arbeiterkammer und Regierung bilden und verhandeln und kein Bollwerk sein. Eine Brücke zu bilden ist eine gute Idee, gestaltet sich aber bei einer so sturen und nicht kompromissbereiten Regierung, wie sie uns Kurz und Strache präsentieren, schwierig. Des Weiteren behauptet Strugger die Beteiligung bei der Arbeiterkammer-Wahl sei so gering, da die Arbeiterkammer als Schmied der SPÖ herangenommen wird und das Volk mit dem nicht zufrieden ist und eine „bunte Arbeiterkammer“ das Problem lösen wurde. Hätte sich Herr Strugger besser informiert, würde er wissen, dass die Wahlbeteiligung in den Bundesländern, wo der AK Präsident vom ÖAAB gestellt wird (z.B. Vorarlberg) die Wahlbeteiligung bei 37.05% liegt. Des Weiteren ist Strugger gegen eine Arbeitszeitverkürzung und ist mit der derzeitigen Arbeitszeitregelung mehr als zufrieden. „Der 12 Stunden Tag ist ein Marketingtitel von AK und ÖGB. … Zum Thema 30 Stunden Woche: Irgendwer muss das ja bezahlen. Wir vertreten diese Leute, die diese Zeche dann bezahlen“. Das sind die Worte eines ARBEITNEHMERVERTRETERS. Das sind die Worte eines Kandidaten, welcher als Arbeiterkammerpräsident kandidiert. Abschließend behauptet Strugger in der Radio Kärnten Streitkultur, dass die Gelder der Arbeiterkammer besser eingesetzt werden müssen und sie dürfen nicht als „Huldigung Günther Goachs“ in Form von Broschüren verwendet werden. Was Herr Strugger vergessen hat ist, dass die Arbeiterkammer mehreren Rechnungsprüfungen unterzogen wird. Diese werden von Hans-Peter Traar (FA) geleitet. Diese Rechnungsprüfungen haben auch bei jeder Vollversammlung bestätigt, dass die Gelder der Arbeiterkammer Kärnten sinnvoll eingesetzt werden.

Wollen wir wirklich solche Kandidaten als Arbeiterkammerpräsidenten haben? Wollen wir einen Arbeiterkammerpräsidenten, welcher eine Marionette der arbeitnehmerfeindlichen Bundesregierung ist? Wollen wir, dass der Arbeiterkammerpräsident nicht in der Lage ist, die ARBEITNEHMER/INNNEN in Kärnten würdig zu vertreten? WIR NICHT!

Quellen:
https://portal.ucvis.com/akkaernten/ak-kaernten-vollversammlung-05-06-2018/44(25.02.2019). https://portal.ucvis.com/akkaernten/podiumsdiskussion-zur-ak-wahl-2019-13-02-2019/94(25.02.2019).

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