Schwänzen ist kein verbrechen!

Schule schwänzen ist kein Verbrechen

Mit völligem Unverständnis reagiert der Vorsitzende der Sozialistischen Jungen Generation auf die vorliegenden Pläne der schwarz-blauen Regierung im Bildungsbereich. Nach drei Tagen unerlaubten Fernbleibens ist das Lehrpersonal nun angehalten, seine SchülerInnen anzuzeigen. Darüber hinaus drohen Verwaltungsstrafen für Schwänzer.

Regierung bekämpft nur Symptome

„Diese Strafen klammern die Ursachen fürs Schwänzen völlig aus“, erklärt Burgstaller. „Das ist, als würde ein Arzt einem Patienten mit einer Lungenentzündung nur Hustensaft verschreiben und sich dann wundern, dass die Krankheit nicht besser wird“. Die Regierung sollte sich lieber darauf konzentrieren, dass Schulen zu einem Ort werden, an dem man sich gerne aufhält. An vielen Schulen fehlt es an moderner Infrastruktur, Aufenthaltsräumen und Rückzugsorten für SchülerInnen. Doch statt die infrastrukturellen Probleme im Bildungsbereich zu lösen, macht die Regierung SchülerInnen praktisch zu Kriminellen. Diese müssen nun für neue Law-and-Order Politik herhalten.

Viele Gründe fürs Schwänzen

Schulschwänzen hat viele Gründe: Prüfungsangst, eine schwierige Situation Zuhause, Mobbing, Probleme mit dem Lehrpersonal oder Langeweile bei Frontalunterricht aus dem vergangen Jahrhundert. Für Burgstaller ist klar, dass die Pläne der Regierung keine dieser Ursachen mit Verwaltungsstrafen beheben kann. „Doch an den Gründen für das Fernbleiben ist man im Bildungsministerium anscheinend ohnehin nicht interessiert“.

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