The Purge - Privat statt Staat

The Purge - Privat statt Staat

Wir stehen also vor einer weiteren schwarz-blauen Regierung. Eine Regierung, die sich schon im Vorfeld für mehr Privatisierungen ausgesprochen hat. Aber was bedeutet eigentlich “Privat statt Staat”? Wir beleuchten das anhand einer bekannten Filmreihe – The Purge.

Eine der erfolgreichsten Horrorfilmreihen der vergangenen Jahre war „The Purge“. Die Grund-Story der Filme ist schnell erzählt. Die „neuen Gründerväter“ der USA haben die Arbeitslosigkeit auf unter 5 Prozent gesenkt und es gibt fast keine Verbrechen mehr.  Wie sie das bewerkstelligt haben? Indem sie einmal im Jahr den sogenannten Purge veranstalten. Eine Nacht in der jedes Verbrechen, einschließlich Mord, erlaubt ist. So weit so normal für einen Hollywood-Streifen.

The Purge – Neoliberalismus at it’s worst

Der Film zeigt in überspitzter Form wohin „Privat statt Staat“ führt. Anstelle eines Sozialsystems, das gerechte Umverteilung fördert und somit sozialen Unruhen vorbeugt, entledigt man sich der ärmeren und ungerecht behandelten Bevölkerung dadurch, dass man sie sich gegenseitig umbringen lässt. Die Wohlhabenden sitzen derweil in ihren sicheren Villen und einige besonders Blutrünstige kaufen sich Menschen, um sie in ihren sicheren Häusern umzubringen. In den Filmen zeigt man diese Schicksale z.B. anhand des etwas älteren Herren Rico Sanchez. Durch seine hohen Gesundheitskosten fühlt er sich als finanzielle Belastung für seine Familie und beschließt, dass es allen besser gehen würde, wenn er sich gegen Bezahlung ermorden lässt.

Keine Regulierung, nur Profite

Ein anderes Beispiel, was passiert, wenn man Regulierungen eindämmt, ist die Geschichte von Joe Dixon, dem Besitzer eines Ladens in Downtown. Einen Tag vor dem „Purge“ bekommt er einen Brief von seiner Versicherung, in dem ihm mitgeteilt wird, dass seine „Purgeversicherung“ teurer wird. Die enorm hohe Summe kann er nicht stemmen und so sieht er sich gezwungen, seinen Laden selbst zu verteidigen. Ohne gesetzliche Regulierungen, können große Konzerne viel besser auf ihren Profit schauen und müssen sich nicht mit lästigen Dingen wie Konsumentenschutz auseinander setzen.

Fazit

Auch wenn der Film die Auswirkungen von „Privat statt Staat“ sehr überspitzt darstellt, zeigt er doch gut, wer die Verlierer eines solchen Systems sind. Die Arbeiter, die Kranken und die kleinen Geschäftsleute. Kürzen von Sozialleistungen, Deregulierung von Märkten und Privatisierungen treffen immer die normale Bevölkerung, niemals die Reichen.

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